Sammelgut: Was ist das?
Sammelgut bezeichnet das Verfahren, bei dem Sendungen mehrerer Absender gebündelt und gemeinsam befördert werden. Die Ware wird im Depot gesammelt, über einen Hauptlauf zwischen den Hubs gefahren und am Zielort wieder auf einzelne Empfänger verteilt.
Sammelgut ist kein Warentyp, sondern ein Verfahren. Es beantwortet die Frage, wie eine einzelne Palette bezahlbar quer durch Deutschland kommt, ohne dass jemand einen ganzen Lkw dafür bezahlt.
So läuft es ab
Deine Sendung wird beim Abgangsdepot abgeholt und dort mit den Sendungen anderer Absender gebündelt. Über den Hauptlauf fährt ein voll beladenes Fahrzeug zum Zieldepot, oft über einen zentralen Hub. Dort wird die Ladung wieder aufgeteilt und im Nahverkehr an die einzelnen Empfänger zugestellt. Bei uns läuft das über die 54 Depots des IDS-Netzwerks.
Der Handel: Geld gegen Zeit
Weil sich viele Sendungen ein Fahrzeug teilen, zahlt niemand die ganze Tour. Das ist der Grund, warum eine Palette ab 55 Euro netto quer durch Deutschland fahren kann. Bezahlt wird das mit Zeit und mit Handling: Die Ware wird in der Regel zweimal umgeschlagen, einmal beim Abgang und einmal am Ziel. Wer beides vermeiden will, bucht eine Direktfahrt. Dort fährt das Fahrzeug nur für eine Sendung, ohne Umschlag, entsprechend teurer.
Was das für die Verpackung heißt
Zweimal umschlagen bedeutet zweimal anheben, fahren und absetzen. Ware im Sammelgut muss das unbeschadet überstehen. In der Praxis heißt das: sauber gestapelt, nichts über den Palettenrand hinaus, mit Stretchfolie umwickelt und mit Spanngurten am Ladungsträger gesichert. Wer stapelbar bucht, spart zusätzlich, weil zwei Paletten dann nur einen Stellplatz belegen.
Sammelgut oder Stückgut
Die Wörter werden im Alltag gleichbedeutend benutzt, meinen aber Unterschiedliches. Stückgut ist die Ware, ein zählbares Packstück. Sammelgut ist der Weg, den sie nimmt. Was das für deinen Preis bedeutet, siehst du unter Stückgut transportieren.
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Häufige Fragen
Muss meine Sendung über ein Hub laufen?
Im Sammelgut ja, das ist der Kern des Verfahrens. Wer den Umschlag vermeiden will, etwa bei empfindlicher Ware, bucht eine Direktfahrt: Dort fährt das Fahrzeug vom Absender zum Empfänger, ohne dass die Ware zwischendurch angefasst wird. Das kostet mehr, weil niemand sonst mitzahlt.
Warum ist Sammelgut günstiger?
Weil sich die Kosten für Fahrzeug, Fahrer und Strecke auf viele Sendungen verteilen. Bei einer Direktfahrt zahlt ein einziger Kunde die komplette Tour, im Sammelgut zahlt jeder nur seinen Anteil am Laderaum. Der Preis dafür ist Zeit: Die Ware wird unterwegs umgeschlagen.
Wie oft wird meine Sendung umgeschlagen?
In der Regel zweimal. Einmal im Abgangsdepot, wo deine Sendung auf den Hauptlauf kommt, und einmal im Zieldepot, wo sie auf das Fahrzeug für die Zustellung wechselt. Deshalb muss Ware im Sammelgut so gesichert sein, dass sie ein Anheben und Absetzen unbeschadet übersteht.
Wann lohnt sich Sammelgut nicht?
Bei sehr eiliger Ware, bei besonders empfindlichen Gütern und ab etwa sechs Paletten. In den ersten beiden Fällen ist eine Direktfahrt ohne Umschlag die bessere Wahl, im dritten eine Teilladung nach Lademetern.
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